Überquerung des Lausitzer Gebirges für die ganze Gruppe

Ob Sie alleine, mit Kindern oder Hunden wandern, diese Bergwanderung werden sicher alle Beteiligten genießen – auch wenn das Bergrelief auf den ersten Blick wie eine EKG-Kurve aussieht. Insgesamt schaffen Sie rund 1.600 Höhenmeter, das ist wie eine kurze Bergtour in den Dolomiten oder zwei Wanderungen auf den Schneekoppengipfel. Das Lausitzer Gebirge hat jedoch den Vorteil, dass sein Geländer im Vergleich mit den Dolomiten weniger gegliedert und im Vergleich mit der Schneekoppe nicht so besucherstark ist.

Überquerung des Lausitzer Gebirges ist ungefähr 50 km lang und erfahrene Wanderer schaffen es an einem Tag – wenn Sie sich jedoch von verschiedenen Aussichtspunkten, Pfaden, Gipfeln oder Felsenreliefs verlocken lassen, kann sich die Strecke verdoppeln.

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, empfehlen wir die Wanderung in mehrere kleinere Etappen zu gliedern, zum Beispiel 15 km pro Tag. Rechnen Sie damit, dass das Lausitzer Gebirge zwar nicht hoch ist, es bildet jedoch keinen Bergkamm, also jeden Gipfel muss man ganz von unten besteigen.

Der Startpunkt ist das Dorf Rynoltice (Ringelshain) und schon in seinem Ortsteil Jítrava (Deutsch Pankraz) sind die sog. Weißen Steine (Elefantensteine) einen Besuch wert. Und so bleibt es die ganze Zeit, unterwegs gibt es viel zu entdecken. Sie wandern über den Ziegenrücken mit zahlreichen Bunkern bis zum Horní Sedlo (Paß), wodurch auch der Kammweg und der Tschechien-Trail führen. Weiter verläuft die Strecke durch das Kaisertal, einen empfehlenswerten Abstecher: das Felsentheater zieht Sie ein und lässt Sie erst bei der Tobiaskiefer wieder los. Die ursprüngliche, 250 Jahre alte Kiefer musste leider gefällt werden, Sie können also eine neue Waldkiefer bewundern.

Unterwegs nach Petrovice (Petersdorf) können Sie einen Abstecher auf den Loupežnický vrch (Raubschlossgipfel) machen, um die Reste der Burg Větrov (Winterstein)  zu suchen.

In Petersdorf können Sie im Appartement U Tristana übernachten. Wenn Sie im Freien übernachten und vom Regen überrascht werden, biegen Sie beim Raubschlossgipfel zu der Löwenbuche ab, wo Sie einen Rastplatz nutzen können.

Von Petersdorf wandern Sie unterhalb des Gipfels Sokol (Falkenberg) entlang, am Katzenbrunnen vorbei bis zur deutsch-tschechischen Grenze – hier wechseln Sie kurz auf deutsches Territorium und folgen die Grenze zum Hvozd (Hochwald). Von dort aus steigen Sie an der tausendjährigen Eibe und Umgebindehäusern in  Krompach (Krombach) vorbei direkt zum Resort Hvozd  ab, das Übernachtung oder köstliche Erfrischung mit einem schönen Blick  auf Hochwald bietet. Von Krombach kommen Sie über die bewaldeten Gipfelflanke des Gipfels Plešivec (Plissenberg) nach Dolní Světlá (Niederlichtenwalde) mit dem Sumpfgebiet Brazilka (Neu-Brasilien) und dem ehemaligen Gasthof Zur Wache.

An der Grenze zu Deutschland folgen Sie dem rot markierten Tschechien-Trail nach Myslivny (Jägerdörfel). Von dieser kleinen Siedlung starten Sie einen angenehmen Aufstieg auf den höchsten Berg des Lausitzer Gebirges, die Lausche. Oben angekommen, folgen Sie dem Kammweg über den Ziegenrücken nach Jiřetín pod Jedlovou (Sankt Georgenthal), wo Sie in Appartements Rustic House in der Stadtmitte oder in der Pension Chata Tollendorf unterhalb des Aussichtsturms Jedlová (Tannenberg) übernachten können. Gehen Sie schon früh am Morgen los, Richtung Burgruine der Räuberburg Tolštejn (Tollenstein) und weiter zum Aussichtsturm Jedlová. Das Gasthaus am Fuß des Turms ist bekannt für seine hervorragenden Obstknödel.

Um die anspruchsvolle Strecke abwechslungsreicher zu machen, steigen Sie ins Städtchen Chřibská (Kreibitz) ab, wo Sie in der Pension Mencl oder im Hof Na Stodolci übernachten können, der auch die Möglichkeit bietet, die Umgebung vom Pferderücken zu erleben.

Weiter geht es nach Rybniště (Teichstatt) mit einem neuen Spielplatz in der Dorfmitte, wo die Kleinsten spielen und toben können. Empfehlenswert ist ein kurzer Abstecher zum Gipfel Malý Stožec (Kleiner Schöber).

Folgen Sie dem rot markierten Tschechien-Trail unterhalb des Gipfels Široký vrch (Steingeschütte) entlang, vorbei am Katzenfelsen nach Schönlinde. Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Vápenka (Kalkofen)  und am Mausoleum des Fabrikbesitzers Dittrich aus Schönlinde vorbei. Das Mausoleum hatte einst sein eigenes Heizsystem. In Schönlinde angekommen, können Sie den Ausflug mit dem Besuch der Brauerei Falkenštejn oder des Cafés U Frinda beenden. Unterkunft finden Sie zum Beispiel im Ferienhaus Bohemian Cottage, das auch Entspannung beim Joga und köstliches Veggie-Frühstück anbietet.

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Sehenswertes an der Strecke, sowohl obenerwähnt als auch nicht erwähnt

  • Weiße Steine
  • Vogelsteine
  • Oberwegfelsen
  • Kaisertal
  • Pfaffenstein
  • Burgruine Falkenburg
  • Falkenberg
  • Selbstbedienungsbar Pod Sokolem
  • Ehemaliges Aquädukt Juliovka (Juliusthal), Felsenreliefs Juliovka
  • Naturdenkmal Brazilka
  • Teufelsplan
  • Ziegenrücken
  • Lausitzer Überschiebung
  • Grossteich
  • Katzenfelsen
  • Steingeschütte
  • Naturschutzgebiet Vápenka
  • Dittrich-Mausoleum

Badetipps:

  • Freibad Polesí (Finkendorf)
  • Cimrák-Teich

Rastplätze für Notübernachtung:

  • Löwenbuche
  • Gabelung Babiččin odpočinek (Omas Rast)
  • Schöbersattel
  • Altane in Schönlinde

Kinderspaß:

  • Miniwelt Oybin
  • Spielplatz Jägerdörfel
  • Spielplatz Teichstatt
  • Spielplatz beim Cimrák-Teich

Haben Sie Ihren Hund mit? Schauen Sie sich die Liste der tierfreundlichen Ziele an.

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