Aber es ist fast die ideale Zeit für Ausflüge. Die Wälder beginnen sich zu verfärben, die Aussicht ist dank der klareren Luft viel besser und nach den Feiertagen herrscht spürbar mehr Ruhe auf den Straßen.
Und weil Wandern an sich schon schön ist, das Ziel den Ausflug aber noch schöner macht, haben wir fünf Routen ausgewählt, an deren Ende eine besondere Überraschung wartet. Bier, gutes Essen, ein Glas Wein oder vielleicht ein bisschen neue Energie.
Von Švýcárna nach Cvikov Bier
Die Umgebung von Zvikov ist fast wie aus dem Bilderbuch für einen Altweibersommer. Sandsteinfelsen, Laubwälder, Aussichtspunkte und dazwischen Wege, die einen jederzeit irgendwohin locken. Die Schweizer Taverne am Zelený vrch steht an der Stelle des ehemaligen Gasthauses Schweizerhaus. Der heutige hölzerne Pavillon bietet einen weiten Blick über die Region Český Lipský bis hin zur Lausitzer Bergwelt, Ještěd und Bezděz.

Sie können die Route über weitere Orte des Cvikov-Rundwegs – das Waldtheater, den Dutý kámen oder Schillers Aussichtspunkt – verlängern und allmählich zur Cvikov-Brauerei hinabsteigen. Dies ist ein durchaus logisches Ziel: Die lokalen Biere sind nach den umliegenden Hügeln benannt – Luž, Hvozd oder Klíč –, sodass Sie bei einem Glas versuchen können, herauszufinden, welchen Sie auf dem Weg tatsächlich gesehen haben.

Über den Jítrava direkt zu einem gedeckten Tisch
Jítrava bietet eine etwas andere Landschaft als der zentrale Teil der Lausitzer Bergwelt. Hier treffen bewaldete Hügel auf Wiesen und Weiden, und besonders im Herbst zeigt sich die ganze Vielfalt dieser Landschaft. Darüber erhebt sich der 651 Meter hohe Jítravský vrch, dahinter der Velký Vápenný, und ringsum öffnen sich weite Ausblicke auf die Lausitzer Berge und den Ještědský-Kamm.

Und dann kommt ein ganz wichtiger Teil jeder gelungenen Reise: das Essen. Im Jítravský Dvorec wird unter anderem mit Rind- und Lammfleisch aus eigener Bio-Landwirtschaft, Wild aus den umliegenden Wäldern und Gebäck aus der eigenen Bäckerei gekocht. Hier ist der Begriff „Belohnung nach der Reise“ also durchaus angebracht.

Von Rumburk zum Baum des Lebens
Diese Reise ist für alle, denen ein gewöhnlicher Hügel zu langweilig ist und die ihrer Reise ein wenig Geheimnis verleihen möchten. Unterhalb von Dymník bei Rumburk erhebt sich der Steinbaum des Lebens – zweiundzwanzig mehrere Meter hohe Granitmonolithen, die zu einem komplexen Muster angeordnet sind. Er entstand 2003 und 2004 und seine Anordnung spielt mit der Symbolik des Tierkreises, der Geometrie und gegensätzlicher Energien. Ob hier tatsächlich kosmische Energie fließt, bleibt Ihnen überlassen. Sicher ist jedoch, dass dieser Ort in der Herbstlandschaft ein absolutes Muss ist.

Sie können Dymník selbst in Ihre Reise einbeziehen und anschließend nach Rumburk zurückkehren, wo das Wellnesshotel Lužan auf Sie wartet. So entsteht eine Tour, die Wald, Ausblicke, eine etwas unerwartete Landschaftsstruktur und Zivilisation vereint – gerade dann, wenn man sie wieder zu schätzen beginnt.

Hůrka – ein kleiner Hügel, eine große Aussicht
Nicht jede Herbsttour muss fünfzehn Kilometer lang sein und Höhenmeter wie in der Tatra aufweisen. Die Hůrka am Rande von Česká Lípa ist nur 327 Meter hoch, doch von der Aussichtsplattform bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt bis hin zum České středohoří-Gebirge und insbesondere zur Lausitzer Bergwelt. Klíč und Luž sind am Horizont zu erkennen.

Dieser Ausflug ist ideal für einen Tagesausflug, wenn man zwei oder drei Stunden Zeit hat, einfach mal raus möchte, ohne sich beweisen zu müssen. Den Tag lässt sich wunderbar im Restaurant und der Pension Stará Lípa ausklingen, wo ein klassisches Restaurant mit tschechischer und internationaler Küche lockt.

Nový Bor – ein Herbstspaziergang zur Glashütte
Und schließlich noch ein Ausflug, der Ihnen vor Augen führt, dass die Lausitzer Bergwelt mehr ist als nur Wälder und Hügel. Nový Bor ist so eng mit der Glasindustrie verbunden, dass es fast schade wäre, die Gegend zu durchwandern und die Glasindustrie zu verpassen.

Beenden Sie Ihre Reise bei Novotný Glass. Hier befinden sich eine Glasfabrik, ein Museum und das Restaurant Huť an einem Ort. Das Museum beherbergt über dreihundert Werke tschechischer und ausländischer Glasmacher, darunter eine umfangreiche Sammlung von Bořek Šípek. Von der Aussichtsplattform aus können Sie den Glasmachern bei der Arbeit zusehen. Falls Sie die herbstliche Kälte draußen schon genossen haben, können Sie hier zur Abwechslung die Glasherstellung bei Temperaturen um die 1400 °C beobachten. Ein durchaus angenehmer Temperaturkontrast!

Warten Sie nicht auf das „letzte schöne Wochenende“
Packen Sie eine Karte und einen Pullover in Ihren Rucksack und los geht’s! Die Lausitzer Berge mögen im Herbst weniger spektakulär wirken als im Sommer, aber genau das macht ihren besonderen Reiz aus.
Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die aktuellen Öffnungszeiten der Orte, an denen Sie Ihre Reise beenden möchten. Während der Herbstwald Sie jederzeit willkommen heißt, sind Restaurants möglicherweise nicht so kulant.


